Das Hochmoor auf der Černá hora
Das Hochmoor auf der Černá hora ist das größte Waldhochmoor im Riesengebirge. Es entstand auf dem flachen Sattel zwischen der Černá hora und der Světlá hora und erstreckt sich über eine Fläche von rund 60 Hektar. Im Gegensatz zu baumlosen Mooren zeichnet es sich durch einen höheren Bestand an Wollgräsern und Seggen aus.
Die Torfschicht erreicht eine Mächtigkeit von bis zu 2,5 Metern, das Gesamtvolumen des Torfes beträgt etwa 420.000 m³. Der jährliche Niederschlag liegt bei rund 1.400 mm. Die Schneedecke hält sich hier gewöhnlich von November bis Mai und erreicht stellenweise eine Höhe von bis zu drei Metern. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei etwa +2 °C (zum Vergleich: in Trutnov etwa +6,8 °C).
Zu den botanischen Besonderheiten gehören unter anderem Katzenpfötchen, Rauschbeere, Krähenbeere, Scheiden-Wollgras, Schmalblättriges Wollgras, Sumpfblutauge und Faden-Binse. Zur Tierwelt zählen Wasserläufer, Waldeidechsen, Grasfrösche und in seltenen Fällen sogar Auerhühner. Das Gebiet ist außerdem ein bekanntes Brunftgebiet der Rothirsche.
Das Hochmoor auf der Černá hora und seine unmittelbare Umgebung gehören zur ersten und zweiten Schutzzone des Nationalparks Riesengebirge, in denen strengere Naturschutzbestimmungen gelten.
Die Verwaltung des Nationalparks KRNAP hat hier einen etwa 4,5 Kilometer langen Lehrpfad mit mehreren Informationstafeln eingerichtet.
Der Lehrpfad führt von der Černá bouda über den Václavák, den Hubert-Aussichtspunkt und die Velké Pardubické boudy. Er ist von mehreren Seiten zugänglich, beispielsweise über den rot markierten Wanderweg von Pec pod Sněžkou, vom Gipfel der Černá hora bei der Bergstation der Gondelbahn ČERNOHORSKÝ EXPRESS oder über den grün markierten Weg aus Janské Lázně (Cesta T).
Der Lehrpfad Černohorské rašeliniště ist jedes Jahr vom 15. März bis zum 31. Mai geschlossen, um empfindliche Tierarten vor Störungen zu schützen. Aktuelle Informationen zur Begehbarkeit des Lehrpfads finden Sie hier.
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